
Burg Güssing
Die Burg wurde 1157 als Wehranlage auf einem steil aufsteigenden Vulkankegel errichtet und gilt als älteste Burganlage des Burgenlandes. Die Burg stand lange im Besitz der Familie Batthyanay.
Die Auffahrt erfolgt vom Osten über einen befestigten Torweg an der Nordseite der Befestigungsanlage. Über den großen Burghof- umschlossen von Resten der einstigen Befestigungsanlage - gelangen Familien über eine breite Freitreppe in den Innenhof der Hochburg. Die Räume im Untergeschoß sind teilweise aus dem Felsen gehauen. Zwischen dem Wohn- und Kapellentrakt erhebt sich der mächtige Bergfried. In den verschiedenen Räumen der Hochburg befindet sich das Burgmuseum. Mehr als 1.500 Exponate lassen in 18 Ausstellungsräumen die Geschichte lebendig werden. Ahnensaal, Waffenkammer und Kunstkammer gehören zu den sehenswertesten Objekten.
Besonder reizvoll ist der Aufstieg auf den Glockenturm, von dem aus Familien einen weitreichenden Panoramablick bis in die pannonische Tiefebene haben. Ein neu errichteter moderner Personen-Schrägaufzug, der einen in wenigen Minuten auf die Burg Güssing bringt, macht die Burg auch für Familien mit Kleinkindern und für ältere Menschen leicht zugänglich.
Burg Schlaining
Der kleien Ort Stadtschlaining, der sich bis heute seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat, ist ein besonderes Schmuckstück des südlichen Burgenlandes. Er liegt idyllisch im bewaldeten Hügelland und wird dominiert durch eine mächtige Burganlage. In den letzten Jahren wird Stadtschlaining allerdings von neuem Leben beseelt, das vor allem durch die Aktivitäten des 1982 gegründeten internationalen Friedenszentrums bestimmt wird.
Die Burg wurde 1980 von der Burgenländischen Landesregierung gekauft. Verwaltet wird sie zur Zeit vom österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, welches auch 1986 das Konferenzzentrum und 2000 das Europäische Museum für Frieden mit öffentlichen und privatem Mitteln erreicht hat.
Kulturelle Angebote auf der Burg Schlaining:
Riegersburg
Weithin sichtbar erhebt sich die über 850 Jahre alte Riegersburg auf den Felsen eines Vulkanberges und bietet einen herrlichen Ausblick über die sanften Täler, die grünen Wälder und die prächtigen Weingärten der Süd-Oststeiermark. Ein imposantes Bollwerk, das in den Jahrhunderten seiner Geschichte nie erobert werden konnte.
Bereits der Aufstieg zur Burg wird zu einem Erlebnis. Drei Kilometer Wehrmauern mit Schießscharten, sieben Torgebäude und elf Basteien lassen auch heute noch die bewegte Vergangenheit erahnen.
Aber wie einst für die Türken war die Riegersburg aufgrund des steilen Fußweges auch für viele Touristen unbezwingbar. Eine neue Schrägseilbahn an der Nordseite der Burg führt nun in 1,5 Minuten auf die Festung.
Zu den Kostbarkeiten der Burg zählen der um 1600 erbaute imposante Rittersaal mit prachtvoll intarsierten Türen, Portalaufbauten und Kassettendecke und der 1658 fertiggestellte Weiße Saal mit kunstvoller Stuntdecke, ein Meisterwerk des Frühbarocks.
Ein Teil der insgesamt 108 Räume der Burg beherbergen heute zwei Ausstellungen:
- das Hexenmuseum im Kellergeschoß
- die Ausstellung "sagenhafte Riegersburg - Legendäre Frauen" in den Prunkräumen
Historische Burgen und prunkvolle Schlösser rund um das Burgenland und die Süd-Ost-Steiermark laden zum Entdecken ein.