
Das Kellerviertel Heiligenbrunn ist ein weitläufiges und nahezu vollständig erhaltenes Ensemble von Weinkellern, die seit dem 18. Jahrhundert in Verwendung stehen. Die alten Weinkeller, die zum Teil mit Stroh gedeckt sind, beinhalten meistens alte Weinpressen.
Einzigartig in ihrer Gesamtheit ist das Kellerviertel von Heiligenbrunn ein besonderes Juwel, nicht nur in Europa sondern auf der ganzen Welt.
Ein Großteil der alten Weinkaller wird auch heute noch ihrer ursprünglichen Funktion gerecht und dieses wird in beeindruckender Weise veranschaulicht.
Die Weinkeller sind eigentlich keine Keller, sondern Holzblockbauten auf einem gestampften Lehmboden, die mit einem Lehm-, Häcksel-Gemisch verputzt sind. Ihre Form, Größe und Bauart ergab sich aus dem wirtschaftlichen Gegebenheiten und Anforderungen. Ein kleiner Depotraum, eine Stube und das Presshaus mit der großen Holzpresse sind zu einem lang gestreckten Gebäude zusammengefasst.
Die Konstruktionsweise ist der Holzblockverband, bei dem sich horizontale Baumstämme kreuzweise überlagern. Das Balkenwerk ist lehmverschmiert und weiß gekalkt. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Keller aus grob behauenen Holzblöcken gezimmert. Sie sind fensterlos, ohne Zierrat (die Armut der Menschen ließ keine schmuckvollere Gestaltung der Gebäude zu) und ihr Verputz besteht aus einem geweißtem Lehmbewurf.
Tage der offenen Kellertür bei den Südburgenländischen Winzern
5. & 6. Mai 2012
Tradition, wie sie auch
heute noch gelebt wird,
Weinkelterung in den
urigen Weinkellern
von Heiligenbrunn.
